Was sind Theta-Wellen?

Abgelegt unter Gesundheit & Ernährung by Redaktion am 11. August 2022

Theoretiker und Forscher sind sich einig, dass Thetawellen eine wichtige Rolle bei der Bildung von Erinnerungen und der Verarbeitung von Informationen spielen. Und wenn die Forscher besser verstehen, wie sie funktionieren und wie sie mit verschiedenen Formen des Lernens zusammenhängen, können diese Informationen wertvoll sein, um die effektivste Strategie zur Unterstützung von Personen beim Erwerb von neuem Wissen zu entwickeln.

Elektrische Hirnaktivität

Thetawellen sind rhythmische Oszillationen in der elektrischen Hirnaktivität, die von der Kopfhaut abgeleitet werden und deren Frequenz zwischen 4 und 7,5 Hertz liegt. Das Vorhandensein von Thetawellen im typischen Ruhe-Elektroenzephalogramm eines Erwachsenen ist recht ungewöhnlich, obwohl diese Wellen auch während der Ruheaktivität von Säuglingen und Kleinkindern auftreten können. Sie sind charakteristisch für die Phasen I und II des Schlafs und spiegeln ein niedrigeres Niveau der Aufmerksamkeit wider. Bei hochbetagten oder demenzkranken Menschen kann die Ruheaktivität wiederum durch das Vorhandensein von Thetawellen gekennzeichnet sein.

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Hirnströme

Der Hippocampus sendet Thetawellen an den präfrontalen Kortex, wo sie im räumlichen Arbeitsgedächtnis gespeichert werden. Dort sind die Thetawellen für die Regulierung und Lösung komplizierter Probleme zuständig. Ohne die Synchronisation der Hirnströme aus dem Hippocampus mit denen aus bestimmten Regionen des Kortex ist es nicht möglich, ein Langzeitgedächtnis aufzubauen. Wenn diese beim Lernen neuer Wörter synchronisiert sind, haben die Teilnehmer eine höhere Fähigkeit, das Gelernte in der Zukunft abzurufen.

Konzentrationszustände

Sie zeichnen sich durch ausgedehnte Konzentrationszustände, enorme Kreativität, gesteigerte Intuition und Wahrnehmungen jenseits der fünf Sinne aus. Interessanterweise erzeugen viele Jugendliche dieses Wellenmuster, wenn sie wach sind. Bei Erwachsenen kommt dies nur sehr selten vor, es sei denn, sie meditieren wirklich. Der Frequenzbereich der Thetawellen liegt zwischen vier und sieben Zyklen pro Sekunde. Theta-Wellen bringen immer innovatives Denken hervor, aber auch Empfindungen tiefer Spiritualität und Gefühle der Inspiration.

Theta-Wellenaktivität

Die Stimulation mit Thetawellen erleichtert das Einschlafen und löst Empfindungen aus, die denen beim Tagträumen ähnlich sind. Das Vorhandensein von Thetawellen wird mit einer Steigerung der kreativen Leistung und der intuitiven Einsicht in Verbindung gebracht, ebenso wie mit einer potenziellen Steigerung der Orientierung, der Konzentration, des Gedächtnisses und der intellektuellen Fähigkeiten. Angst und gestresste Stimmungen werden häufig mit Störungen der Theta-Wellenaktivität in Verbindung gebracht.

Musik für tiefe Meditation – 4,5 Hz Theta Wellen – Binaurale Beats

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Gedächtnisinhalte

Experimente haben gezeigt, dass in den Gehirnen von Ratten Thetawellen entstehen, wenn sie in neue Richtungen blicken. Die gleichen Ergebnisse wurden auch bei menschlichen Probanden beobachtet. Da Thetaschwingungen in den Gehirnen von Ratten auftreten, die einen Weg suchen, und ähnliche vorläufige Ergebnisse auch bei Menschen gefunden wurden, legen neuere Forschungen nahe, dass Thetawellen auch der elektrische Ausdruck räumlicher Vorstellungskraft sein könnten. Dies liegt daran, dass Theta-Oszillationen im Gehirn von Ratten vorkommen. Da sowohl Theta- als auch Delta-Synchronisationen während des Prozesses des Einprägens von Bildern auftreten, was als Ausdruck der erhöhten Aktivität des Arbeitsgedächtnisses und der Aufnahme neuer Gedächtnisinhalte angesehen werden kann, ist es möglich, dass solche Theta-Synchronisationen auf einen Zusammenhang mit bestimmten Gedächtnisprozessen hinweisen. Denn sowohl Theta- als auch Delta-Synchronisationen treten während des Prozesses des Einprägens von Bildern gleichzeitig auf.

Elektroenzephalogramm

Hans Berger, ein deutscher Neurologe und Psychiater, machte um die Jahrhundertwende die Entdeckung, dass es so etwas wie Gehirnwellen gibt. Bei einem Patienten konnte er die elektrische Aktivität der Großhirnrinde ablesen. Das Elektroenzephalogramm, besser bekannt als EEG, wurde entwickelt. Forscher haben ein breites Spektrum von Frequenzen identifiziert, die mit Gehirnwellen in Verbindung gebracht werden und von sehr langsamen bis zu mehr als hundert Schwingungen pro Sekunde reichen. So wie ein Seismograph die Bewegungen in der Erde aufzeichnet, können auch die elektrischen Impulse des Gehirns aufgezeichnet werden. Dieses Gerät wird als Elektroenzephalograph, kurz EEG, bezeichnet. Das Elektroenzephalogramm (EEG) erfasst nicht das elektrische Signal einzelner Gehirnzellen, sondern das kooperative oder kollektive elektrische Muster von Netzwerken, d. h. von Gemeinschaften, die aus Abermillionen von Zellen bestehen, die alle zusammen feuern. Hirnströme sind die aggregierten Energieimpulse, die vom Gehirn erzeugt werden. Das erste Elektroenzephalogramm (EEG) wurde in den 1920er Jahren erstellt, und seither haben Forscher entdeckt, dass das Gehirn vier verschiedene Arten von Gehirnwellen erzeugt. Die Wellen können entweder als Beta, Alpha, Theta oder Delta kategorisiert werden.

Theta–Frequenzbereich

Interessanterweise überwiegt in der Hypnose der Theta- und nicht der Alpha-Bereich der Gehirnwellen. Damit wird dem landläufig bekannten „Alpha-Zustand“ wieder einmal ein Teil der wissenschaftlichen Grundlage entzogen. Theta 2 ist der Bereich der Gehirnströme, der der normalen leichten bis mittleren Trance entspricht. In diesem Zustand ist der Klient noch voll bewusstseinsfähig oder nur in sehr geringem Maße bewusstseinsverändert. Der Übergang zu einem zutiefst dissoziativen Bewusstseinszustand findet im Theta-1-Frequenzbereich statt. Wenn sich ein Klient in einem Trancezustand befindet, in dem Theta-1-Wellen im unteren Frequenzbereich vorherrschen, kann man davon ausgehen, dass der Klient nicht bei Bewusstsein ist und nichts oder nur sehr wenig von der Hypnose selbst mitbekommt.

Zusammenhang

In einer anderen Studie untersuchten Forscher den offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Aktivität der Thetawellen und einer bestimmten Art des Lernens. Lernen findet auf diese Weise statt, wenn man eine Tätigkeit ausübt, zu der man möglicherweise keinen bewussten Zugang hat, wie z.B. beim Erlernen des Fahrradfahrens. Diese Art des Lernens wird als implizites Lernen bezeichnet.

Entspannter Geisteszustand

Theta-Gehirnwellen können auch auftreten, wenn eine Person wach ist, sich aber in einem extrem entspannten Geisteszustand befindet – diesen Zustand bezeichnen manche Menschen als „Autopilot“. Wenn Sie jedoch im Wachzustand hohe Mengen an Thetawellen wahrnehmen, fühlen Sie sich vielleicht etwas träge oder zerstreut. Das liegt daran, dass Thetawellen mit Tiefschlaf in Verbindung gebracht werden.

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